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Ausstellung von Karl Anton in Rektoratsvilla eröffnet

`LUMEN NATURALE´ zeigt mehrdimensionales Farbspiel

Mit großer Resonanz wurde am Mittwoch, dem 8. April, am Wernigeröder Standort der Hochschule Harz die Kunstausstellung „LUMEN NATURALE“ des Leipziger Malers und Schriftstellers Karl Anton eröffnet. Anlässlich der Vernissage kamen über 50 Kunstinteressierte, Freunde, Professoren und Studierende in die Rektoratsvilla und bewunderten die großflächigen, farbenfrohen Werke des freischaffenden Künstlers, der seit mehr als zwei Jahrzehnten vielfältig mit der Hochschule Harz verbunden ist.

Eröffnet wurde die Ausstellung von Rektor Prof. Dr. Armin Willingmann, der eine kurze Reise in die Vergangenheit bot: „Schon 1994 zeigte Karl Anton an gleicher Stelle Farbmonotypien auf Papier und realisierte damit die erste Ausstellung überhaupt an der Hochschule Harz. Im Laufe der Jahre folgten weitere Vernissagen und Lesungen. Dabei hat der Künstler erst im Alter von 50 Jahren zu seiner Berufung gefunden; vielfach bekannt ist, dass er zuvor als Leiter der Halberstädter Justizvollzuganstalt tätig war.“

Inzwischen blicke er auf eine Vielzahl von Ausstellungen zurück, unter anderem in Berlin, Hamburg, Brüssel und Cannes. Wie vielschichtig der Titel der aktuellen Sammlung verstanden werden könne, erläuterte Willingmann ebenso: „Übereilt wird `Lumen naturale´ als `Natürliches Licht´ interpretiert. Jedoch existieren sehr unterschiedliche Ansätze für den Begriff `Lumen´. Einige haben theologischen Ursprung. `Lumen gentium´ ist die dogmatische Grundlegung der Kirche, die 1964 im vatikanischen Konzil formuliert wurde und als ‚Licht der Völker‘ beschrieben wird“, so der Hochschulleiter.

„Lumen fidei“ sei die erste Enzyklika von Papst Franziskus, der versuchte, einen moralischen Anspruch des Glaubens für das Handeln der Christen in der Gesellschaft zu entwickeln. Willingmann beschrieb zudem – passend zu den Feiertagen im April – das „Lumen Christi“, welches wesentlicher Bestandteil der Osterliturgie ist. Tatsächlich entstamme der Begriff „Lumen naturale“ der Philosophie. „Denn mit der Lichtmetaphorik wird das `Lumen Naturale´ zum Kennzeichen der menschlichen Vernunft“, betonte Kunstfreund Willingmann abschließend. Dem Maler selbst ist daran gelegen, dass der Betrachter in der Ausstellung „seine Gefühle trainiert“; Karl Anton erklärt: „Durch die Erkennung der eigenen Emotionen überwinden wir das Gegenständliche.“

Die Bilder zeigen leuchtende Effekte und komplexe Illusionen, die im Stil des abstrakten Pointillismus durch Kreise an Charakter und Tiefe gewinnen. „Diese Kunstrichtung stammt aus der Blütezeit der Neoimpressionisten und somit aus einer Epoche, in der auch die Rektoratsvilla erbaut wurde“, erläutert der Maler. Linda Monk, die eigens zur Vernissage aus London angereist war, lobt den besonderen Stil der Arbeiten. „Durch das vielschichtige Farbspiel und die Formen erhält das Gemälde eine Struktur, die den Eindruck mehrerer Dimensionen vermittelt. Bei manchen Objekten ergibt sich so die Illusion, in das Bild eintauchen zu können“, so die Galeristin.

Der Künstler selbst betont seine Vorliebe für die dezenten Werke. Karl Anton empfindet die Gemälde `Mystik des Waldes´ und `Der dunkle Wald´ mit ihren ruhigen Braun- und Grüntönen als besonders gelungen, denn sie sind „zurückhaltend und weniger vordergründig“. Werke mit den Titeln `Kleiner Kirschgarten´ oder `Wie duften die Rosen´ warten mit floralen Motiven auf und zeigen gleichzeitig des Künstlers Wertschätzung für die Natur.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, das `LUMEN NATURALE´ noch bis Mitte Juni auf sich wirken zu lassen. Die Türen der Rektoratsvilla sind montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr geöffnet; der Eintritt ist wie immer frei.


inside,magazin, Halle, Leizig Region, Sommer 2013

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Volksstimme / Halberstädter Tageblatt, 30. Januar 2012

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LVZ Leipziger Volkszeitung, 06.Mai 2011

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Die Malerei ist stumme Poesie,
die Poesie blinde Malerei.”
Leonardo da Vinci

Die Sonne scheint durch die großen Fenster des Ateliers in Stötteritz. Drückt sich der Besucher die Nase an der Scheibe platt, wird er ein bisschen erstaunt sein: Kreisrunde Leinwände zieren die Wände. Diese Form ist ungewöhnlich – nicht aber für den Leipziger Maler und Autor Karl Anton.

Bis zu seinem fünfzigsten Lebensjahr hat Karl Anton als Gefängnisdirektor in Halberstadt und Magdeburg gearbeitet. Hier setzte er Kunst so ein, dass die Insassen auf diese – doch gefängnisuntypische – Art und Weise ihre Gefühle ausdrücken konnten. Er schuf eine emotionale Nische in der groben Männergesellschaft hinter Gittern. “Kunst im Knast” nannten die Medien die therapeutische Maßnahme.

Als Karl Anton dieses sichere, gut bezahlte Leben verließ, stieß er in seinem Bekanntenkreis auf viel Unmut. Aber es ging für ihn keinen Tag länger. “Meine soziale Batterie war einfach abgebrannt“, gibt er heute zu. Der damals 50-jährige wollte wieder Freude am Leben haben. Die Liebe kam und entführte ihn 2004 nach Leipzig. Hier wurde er glücklich, er malte und schrieb. Mittlerweile blickt er auf zahlreiche Einzelausstellungen in Bonn, Hamburg, Magdeburg, Bremen, Dessau und Wittenberg zurück.

Kurz nach seiner Ankunft in der Messestadt lernte er auch Monika Schöpe, Vorsitzende vom WEGE e.V. kennen. Dieser Verein vermittelt Familien mit psychisch kranken Angehörigen Hilfe und Unterstützung. Monika Schöpe brachte ihn mit Vereinsmitgliedern und hilfebedürftigen Familien in Verbindung. Heute wie damals nutzt er das Malen als therapeutisches Hilfsmittel. Jeden Freitagnachmittag wird in der Lützener Straße 75 im Dachgeschoß unter dem Motto `Bilderwelt´ gemalt.

Malen befreit“, berichtet Karl Anton, “und zwar nicht nur Kinder.” Auch Erwachsene haben die Möglichkeit, Wut, Trauer und Freude mit Hilfe eines Pinsels aufs Blatt zu bringen. Mit der Malerei können sie Erlebtes oder Gesehenes verarbeiten, erklärt der Maler, Geschehnisse, für die sie keine Worte finden. Und dabei geht es am Ende nicht um eine Beurteilung wie “schön” oder “hässlich“. In den letzten sieben Jahren konnte der Psychologe einen klaren Fortschritt der Patienten verzeichnen und das macht Karl Anton glücklich.

Dass der gebürtige Staßfurter jetzt mit seinen Kunstwerken noch Gutes tun kann, ist ganz in seinem Sinne. Er bemerkt: “Ich bin Maler – nicht Zeichner“, denn beim Maler spielt die Farbe eine viel wichtigere Rolle. Anton ist fasziniert nicht nur von den Farben selbst, auch von Formen, dem Wechselspiel zwischen Wasser und Tusche. Wenn Karl Anton vor einem Problem steht, löst er es mit Kunstwerken. Bis zu vier, fünf Jahren kann er sich mit einer einzigen Thematik auseinander setzen – ähnlich einer Selbsttherapie, wie er zugibt.

Er verspricht, dass es für die MaleLE-Aktion nicht ganz so lange dauern wird und lacht. Der Zeichenkarton wird in der Staffelei montiert. Er beginnt. Für Karl Anton ist der Punkt der Beginn einer Linie, der Ursprung aller Kunst und Malerei. Mit viel Wasser werden verschiedenfarbige kreisrunde Flächen auf den Bogen gemalt. Die Tusche fließt nach unten, verbindet sich mit anderen Punkten, verläuft und führt zusammen. Interessiert beobachtet er das Spektakel.
Zufall spielt in meiner Malerei eine große Rolle” erklärt Anton, der nicht in das Geschehen eingreift. Ein Bild soll Freude bringen, Spaß machen und zum Nachdenken oder auch Träumen anregen. diese Anforderungen stellt er sich auch für das MaleLE-Bild.

Karoline Maria Keybe


LVZ Leipziger Volkszeitung, 01. April 2011

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Martini , Lokalausgabe Halberstadt, März 2011

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Volksstimme Lokalausgabe Halberstadt, 21.03.2011

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Volksstimme Lokalausgabe Halberstadt, 09.03.2011

Karl Anton in seinem Atelier während der Arbeit an einem der zehn Bilder, die in der Liebfrauenkirche zu sehen sein werden.

Karl Anton in seinem Atelier während der Arbeit an einem der zehn Bilder, die in der Liebfrauenkirche zu sehen sein werden.

Maler setzt sich mit Zugunglück auseinander
Bilder mit `Seelenwesen´

Die Erinnerungen an das Zugunglück im nicht weit von Halberstadt entfernten Hordorf sind noch frisch. Schreckliche Bilder, die noch lange nachwirken. Mit dem Thema hat sich der Leipziger Maler Karl Anton auseinandergesetzt. Ab Sonntag, dem 20. März, stellt der Künstler seine neuesten Bilder in der Liebfrauenkirche in Halberstadt der Öffentlichkeit vor.

Gemeinsam mit Pfarrer Friedrich Wegner, der als Polizeiseelsorger nach dem Zugunglück im Einsatz war, wird Karl Anton die Ausstellung um 11 Uhr, im Anschluss an den sonntäglichen Gottesdienst, eröffnen. Unter dem Motto `Seelenwesen´ hat der Leipziger, der viele Jahre in Halberstadt gelebt hat, eine Serie von zehn Bildern geschaffen, die ihren Ausgangspunkt in dem tragischen Zugunglück bei Hordorf am 29. Januar haben. Das schreckliche Ereignis forderte zehn Todesopfer und 23 zum Teil schwer verletzte Personen. Mit dieser Ausstellung soll ein Punkt des Erinnerns an die Opfer des Unglücks, gegen die verdrängende Wirkung des Alltags, entstehen.

Die Nachricht vom Zusammenstoß der beiden Züge erreichte Anton während seiner Arbeit in seinem Leipziger Atelier. “Wir hören täglich die schrecklichsten Nachrichten aus aller Welt. Dies ist schon so zum Alltag geworden. Aber als die Stimme aus dem Radio über das Unglück berichtete, betraf mich das persönlich. Sofort waren meine Gedanken, meine Gefühle bei meinen Freunden und Bekannten im Vorharzgebiet. Ich bekam eine ferne Ahnung davon, wie es den Hinterbliebenen der Opfer gehen muss“, sagt Karl Anton.

Die Bilder mit den geflügelten Seelenwesen sollen als Metapher für die Erinnerungen an die Toten stehen. Weiß, durchscheinend, wie aus Nebelschwaden, fliegend, sitzend, stehend, stürzend, vom Rot des Lebens eingerahmt. Die runden Bilder, von 85 Zentimetern im Durchmesser könnten in ihrer Wirkung auch Glasfenster sein. Schaut man in sie hinein, bekommt man einen Blick auf Dinge in einer anderen Welt. Parallel zur Ausstellung erscheint ein Begleitheft.

Die Ausstellung wird in der Liebfrauenkirche montags bis sonnabends von 10 bis 17 Uhr und sonntags sowie feiertags von 12 bis 17 Uhr geöffnet sein.


Erhard Beuschold
Trinkwasseraufbereitung 3
38889 Wienrode

Gedanken zu den Bildern Karl Antons in einer Ausstellung in der Rektoratsvilla der
Harzhochschule Wernigerode im Dezember 2009 bis 21. Januar 2010

Auch diesmal ist es abstrakter Expressionismus aber nicht in den Bereichen der Kombination von Farbflächen, der malerischen Architektonik oder des Spiels mit Farbakkorden angesiedelt, sondern in seinem Anliegen umfassender und gleichzeitig tiefer gehender.

Dieser Absicht dienend, haben die Werke Bildtitel, die sich auf ganz reale Erscheinungen beziehen und so die Empfindungen des Betrachters zunächst in die angedeuteten Richtungen lenken. Der Künstler hat jedoch noch ein einheitliches Stilmittel in Gestalt kleiner farbiger Kreisflächen (oder sind es aufsteigende Illusionsblasen?) eingeführt, welche die Bilder vorhangartig überziehen. Dadurch verspürt der Betrachter eine Verfremdung und fühlt sich veranlasst, seine Sinnesempfindungen und seine Versuche einer ersten Bilddeutung zu hinterfragen.

Die Konsequenz, mit der diese Elemente eingesetzt werden, suggeriert gerade zu, nach etwas einheitlich zugrunde liegendem zu suchen. Die Kreise sind dann quasi Symbol dafür. Die Suche kann bewusst machen, was man eigentlich auch weiß: Es gibt die Farben dieser Bilder in der realen Welt nicht wirklich. Schwingungen bestimmter Wellenlängen sind es, aus dem Wellenlängen-Spektrum einer Lichtquelle von den Farbpigmenten selektiv unserem Auge zugeführt.

Nervenreize vom Auge zum Gehirn signalisieren dann etwas, was unser Bewusstsein als Farbe erkennt. Karl Anton gelingt es mit seinen Bildern, den Betrachter über den primären optischen Genuß hinaus, zu einer Gedankenreise anzuregen und ihn tiefer bis auf den Grund der wunderbaren Mystik unserer Farbenwelt sehen zu lassen. Dieser Gedankenausflug kann den Betrachter nachhaltig anregen.

Das Verlangen nach mediativer Aufarbeitung des Erlebten spürt man bereits während des Ausstellungsbesuches und es wird einem auch schnell die Parallelität zur Welt der Töne bewusst. Auch bei den Bildern `Vom Wunder der Schöpfung´ und `Mamas kleine Helfer´ wendet Karl Anton das gleiche Prinzip an: Abstrakte Darstellung, konkreter Bildtitel, eine Spur realer Andeutung und Symbole für zugrundeliegende Ursprünge. An Stelle der Kreise sind es hier quasi `Monaden´, einfache Gebilde, Zellen, Zellgruppen, die als Bildsymbole die Gedanken des Betrachters ausweiten auf die daraus hervorgehende unfaßbar und wunderbar vielgestaltige Pflanzen- und Tierwelt.

Die ausgestellten Bilder können zu induktiven Gedankenausflügen, zum Verlangen, bis auf den Grund zu sehen und zum Betreten philosophischer Räume Anreiz geben.

Fazit: Eine sehr sehens- und erlebenswerte Ausstellung.

Wienrode, den 6. Januar 2010

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Kunst im Foyer – Ausstellungseröffnung | Im Garten der Lamertine – Deutsch-Bulgarisches Pleinair

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Halberstädter Tageblatt, 28. Februar 2006

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Halberstädter Tageblatt, 10. März 2006

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MZ – Mitteldeutsche Zeitung, Regionalausgabe Quedlinburg, 8. März 2005

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